Familie im Heim
versorgt!

Der Armenhaus-Paragraph wird aufgehoben!

Wir haben es geschafft

Unsere Kampagne und Petiton «Armenhäuser Nein!» hatte Erfolg! Die Aargauer Regierung hat gehandelt. Der umstrittene Armenhaus-Paragraph wir per 1. März abgeschafft. Das schreibt der Regierungsrat am 23. Januar in einer Mitteilung. Der Paragraph war so formuliert, dass Armutsbetroffene  in Heime hätten zugewiesen werden können - einfach weil sie arm sind. Das kam einem Rückfall in dunkle Zeiten gleich.

Die Regierung schreibt in ihrer Mitteilung, dass «die Formulierung des Paragraphen Unsicherheiten und Ängste (...) ausgelöst» habe. Sie wolle diese ernst nehmen und streiche den Paragraphen deshalb. Die Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS, die hinter der Kampagne stand, begrüsst den Entscheid der Regierung. Und sie nimmt die Regierung auch künftig beim Wort, wenn diese schreibt, dass es «nie die Absicht [war], Flüchtlinge oder andere sozialhilfebeziehende Personen zwangsweise in Institutionen und Einrichtungen unterzubringen. Solche Massnahmen sind weiterhin ausschliesslich dem übergeordneten und in der Kompetenz des Bundes liegenden Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESR) vorbehalten.»

Gemeinsam haben wir den Aargau etwas sozialer gemacht. Das war ein wichtiger erster Schritt. Danke an alle, die dazu beigertragen haben.

Noch etwas:

Die Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS hat unzählige Arbeitsstunden in die Kampagne investiert. Für die technische Umsetzung (Webseite, Grafik, Facebook etc.) sind uns aber auch Kosten entstanden. Rund 6000 Franken. Einen Teil konnten wir bereits über Spenden decken. Aber noch immer ist rund die Hälfte der Kosten offen. Helft ihr uns mit, diese zu decken? So sind wir bereit für kommende Kampagnen.

Spenden

Unsere Kampagne basiert auf dem Engagement vieler Personen. Gleichwohl kostet sie auch Geld. Unterstützen Sie uns und helfen Sie  mit, die Armenhäuser zu verhindern.

Spendenkonto:

PC 60-73033-5
CH23 0900 0000 6007 3033 5

In Kürze verfügbar:

 

Gabriela Merlini-Pereira (weitere Infos zu ihrem Schicksal) weiss wovon sie spricht. Sie durchlebte im Kanton Aargau eine schreckliche Kindheit. Als sie 18 Monate alt war, wurde ihre Familie auseinandergerissen – und sie als kleines Mädchen in Wohlen als «administrativ Versorgte» in ein Heim gesteckt. Es folgten Jahre voller Erniedrigung und Gewalt. Nun warnt Sie davor, dass sich die Zwangsunterbringungen wiederholen könnten. Sie hat einen offenen Brief an den Regierungsrat verfasst – und diesen am 3. September in Aarau an die Staatskanzlei übergeben.

Hier der Brief, den Gabriela Merlini-Pereira am 3. September der Regierung übergeben hat:

«Das erinnert mich auf sehr ungute Weise an meine Kindheit»

I'M AN ORIGINAL CATCHPHRASE

Newsletter

Sehr geehrte Herren Regierungsräte, per 1. März 2019 trat im Kanton Aargau eine von Ihnen überarbeitete und beschlossene Sozial- und Präventionsverordnung in Kraft.

Als ich auf diese, Ihre Verordnung aufmerksam gemacht wurde, war mir sofort klar, dass ich alles mir Mögliche unternehmen muss, damit der genannte Artikel von Ihnen wenigstens nochmals überdacht und in den Kontext rechtsstaatlicher Prinzipien gestellt wird.  Möglicherweise ist Ihnen nicht bewusst, welches Willkürpotenzial in diesem Verordnungsartikel steckt.

Die Bewegung

Betroffene, Aktivistin

Gabriela Merlini-Pereira

Grossrat, Geschäftsführer des Vereins für Altersbetreuung

Andre Rotzetter

Sozialarbeiterin, Grossrätin, Wettingen

Lea Schmidmeister

Sozialarbeiterin

Anita Schmid

Auf Sozialhilferecht spezialisierter Anwalt

Pierre Heusser

Sozialarbeiterin

Sina Widmer

 
 

Spenden

Unsere Kampagne basiert auf dem Engagement vieler Personen. Gleichwohl kostet sie auch Geld. Unterstützen Sie uns und helfen Sie  mit, die Armenhäuser zu verhindern.

Spendenkonto:

PC 60-73033-5
CH23 0900 0000 6007 3033 5

In Kürze verfügbar:

Unabhängige Fachstelle
für Sozialhilferecht UFS

Pflanzschulstrasse 56
8004 Zürich

Medienkontakt:

079 217 66 08 

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