Familie im Heim
versorgt!

Familie im Heim
versorgt!

Am 6. November organisieren wir im Royal Baden eine Diskussionsrunde. Kommst du auch?

Gemeinsam mit Ihnen können wir diese Willkür stoppen. Helfen Sie mit!

Wegen Armut ins Wohnheim gesteckt! Gemeinsam können wir dies verhindern.

Armutsbetroffene können in Heimen untergebracht werden – auch gegen ihren Willen. Was verstörend und unglaublich tönt, ist im Kanton Aargau seit dem 1. März bittere Realität. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Verordnungsänderung beschlossen:

 

«Personen, die in verschiedenen Lebensbereichen Unterstützung bedürfen, können zur Umsetzung entsprechender Betreuungs- oder Integrationsmassnahmen einer Unterkunft zugewiesen werden».

 

Die neue Regelung schafft Willkür und ist unhaltbar. Wir fordern von der Regierung, dass sie ihren Beschluss rückgängig macht. Damit sie dies tut, braucht es öffentlichen Druck – und Dich. Unterzeichne die Petition. Mit deiner Unterschrift hilfst du mit, dass die Regierung handeln muss. Das sind die wichtigsten Argumente gegen die Verordnung der Regierung:

Die Hauptargumente gegen die Verordnung der Regierung:

  1. Der Regierungsrat ermöglicht es Aargauer Gemeinden, Menschen in Heime zu stecken, weil sie arm sind. Anstatt den Armen zu helfen, werden diese stigmatisiert, ausgegrenzt und ihrer Rechte enthoben.
     

  2. Die neue Bestimmung ist ein Rückfall in dunkle Zeiten. Im Aargau gab es einst so viele Armenhäuser wie nirgendwo sonst – und bis 1981 litten auch im Aargau viele unter «administrativen Versorgungen». Eben erst wurden diese unrühmlichen Kapitel aufgearbeitet. Doch das Vorgehen der Aargauer Regierung zeigt, dass daraus offenbar wenig gelernt wurde.
     

  3. Für fürsorgerische Heimunterbringungen sind eigentlich die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden zuständig. In solchen Verfahren können sich die Betroffenen rechtlich wehren. Wenn die Regierung nun zusätzlich den Gemeinden das Recht gibt, Heimeinweisungen vorzunehmen, ist das unnötig und widerrechtlich.

Armenhäuser Nein!

 

Armenhäuser Nein! Petitionstext:

 

Wir fordern den Aargauer Regierungsrat auf, den am 1. März  2019 eingeführten Artikel der Sozialhilfe- und Präventionsverordnung (Art. 8 Abs 3bis SPV) umgehend und ersatzlos zu streichen. Dieser macht den Weg für Willkür frei, ist stigmatisierend, diskriminierend und eines Rechtsstaates unwürdig.

Petition unterzeichnen

(es können auch Personen unterzeichnen, die nicht im Aargau leben)

2268

nächstes Ziel: 

2500

Unterschriften

Gabriela Merlini-Pereira (weitere Infos zu ihrem Schicksal) weiss wovon sie spricht. Sie durchlebte im Kanton Aargau eine schreckliche Kindheit. Als sie 18 Monate alt war, wurde ihre Familie auseinandergerissen – und sie als kleines Mädchen in Wohlen als «administrativ Versorgte» in ein Heim gesteckt. Es folgten Jahre voller Erniedrigung und Gewalt. Nun warnt Sie davor, dass sich die Zwangsunterbringungen wiederholen könnten. Sie hat einen offenen Brief an den Regierungsrat verfasst – und diesen am 3. September in Aarau an die Staatskanzlei übergeben.

Hier der Brief, den Gabriela Merlini-Pereira am 3. September der Regierung übergeben hat:

«Das erinnert mich auf sehr ungute Weise an meine Kindheit»

 

Sehr geehrte Herren Regierungsräte, per 1. März 2019 trat im Kanton Aargau eine von Ihnen überarbeitete und beschlossene Sozial- und Präventionsverordnung in Kraft.

Als ich auf diese, Ihre Verordnung aufmerksam gemacht wurde, war mir sofort klar, dass ich alles mir Mögliche unternehmen muss, damit der genannte Artikel von Ihnen wenigstens nochmals überdacht und in den Kontext rechtsstaatlicher Prinzipien gestellt wird.  Möglicherweise ist Ihnen nicht bewusst, welches Willkürpotenzial in diesem Verordnungsartikel steckt.

Die Bewegung

Betroffene, Aktivistin

Gabriela Merlini-Pereira

Grossrat, Geschäftsführer des Vereins für Altersbetreuung

Andre Rotzetter

Sozialarbeiterin, Grossrätin, Wettingen

Lea Schmidmeister

Sozialarbeiterin

Anita Schmid

Auf Sozialhilferecht spezialisierter Anwalt

Pierre Heusser

Sozialarbeiterin

Sina Widmer

 
 

Spenden

Unsere Kampagne basiert auf dem Engagement vieler Personen. Gleichwohl kostet sie auch Geld. Unterstützen Sie uns und helfen Sie  mit, die Armenhäuser zu verhindern.

Spendenkonto:

PC 60-73033-5
CH23 0900 0000 6007 3033 5

In Kürze verfügbar:

Unabhängige Fachstelle
für Sozialhilferecht UFS

Pflanzschulstrasse 56
8004 Zürich

Medienkontakt:

079 217 66 08 

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